Viele Menschen – ein Traum

Mehrgenerationenwohnen „Südviertelhof GbR“

Wir sind bisher etwa vierzig Menschen, die in der
Josefschule das Mehrgenerationenwohnprojekt
„Südviertelhof “ errichten möchten.

Ein Foto der Gruppe Südviertelhof

Hildegart O. hilft beim Bunten Dienstag der Josephs Pfarre mit.

Ja, wie bin ich da hingekommen? Ich habe vor längerer Zeit von einem Mittagessen für Leute über 60 gehört; das ist von der Josephs-Pfarre organisiert. Da bin ich hingegangen, mal sehen, was das ist. Und wie ich dahin kam, habe ich schnell gemerkt: Die brauchen dich. Da sind viele sehr alte Leute, ich bin da die Jüngste und ich kann noch gut alles machen. Das macht ja auch Freude … Und schließlich ist da ein festes Engagement draus geworden, beim Bunten Dienstag. Das ist ein Kaffeetrinken für Senior*innen. Und weil man mich gefragt hat, ob ich auch beim Frühstücks-Kaffee in St. Antonius helfen kann, bin ich jetzt alle vierzehn Tage in St. Joseph und versetzt alle vierzehn Tage in St. Antonius.
Ja, das ist schon viel, aber man wird ja gebraucht. Und die Leute dort kennen mich auch als Frau, die im Südviertelhof ist. Das ist schließlich unsere Idee, dass wir im Viertel aktiv sind. Die finden gut, dass wir im Viertel sind.

Ursel S. und Maria A. machen beim ZiS mit.

ZiS, d. h. „Zuhause im Südviertel“ ist eine Gruppe, die sich um die Belange der Bürger*innen im Südviertel kümmert; die machen Umfragen, Eingaben und so. Eine ziemlich bedeutende Aktion war die Mitwirkung bei der Neugestaltung des Südparks.

Wir sind ja noch nicht so lange dabei, aber das lässt sich schon sagen: Viele sind da total aktiv, und das auch bei Sachen, die für uns im Südviertelhof unmittelbar sehr spannend sind. Zum Beispiel geht es auch um bezahlbaren Wohnraum und da ist für ZiS auch unser Südviertelhof wichtig. Wir tragen mit unseren 60% sozialer Wohnungsbau dazu bei, dass bezahlbarer Wohnraum im Viertel entsteht. Umgekehrt erreichen wir über ZiS aktive Leute im Viertel und können ihnen unsere Idee vom gemeinschaftlichen Wohnen vermitteln. Wir machen die Idee im Viertel bekannt.

Brigitte S. erzählt vom Südviertelfest 2017 im Südpark.

Wir waren mit ein paar Leuten da und haben einen Stand gemacht – für Kinder! Wir hatten Malsachen da und die Kinder hatten die Aufgabe, ein Bild darüber zu malen, wie sie sich das Zusammenwohnen von Jung und Alt vorstellen. Da gabs dann auch einen Preis für die besten Bilder, so was Kleines. – Ja, die haben meistens ein Haus gemalt mit Bäumen und Grün drum herum. Also das eigentliche Thema, das Zusammenwohnen, war da nicht so im Vordergrund. Ob die sich das gar nicht vorstellen können mit einer besonderen Nachbarschaft? Das weiß ich nicht.

Der Andrang war nicht so groß, es war ja auch schlechtes Wetter. Aber es war immer ein bisschen was los. Es kamen auch junge Leute hier vom Alten Schützenhof. Da fanden einige die Idee mit der Nachbarschaft im Wohnprojekt schon ganz toll, konnten sich das vorstellen für sich selbst.

Trotz dem Wetter war die Stimmung ganz prima; ich bin ja gar nicht groß rumgelaufen auf dem Fest, am Stand war immer genug zu tun, aber die anderen haben dann auch mal bei den anderen Ständen vorbeigeguckt und unser Projekt vorgestellt.

Norbert W. ist seit Jahren beim Runden Tisch des Südviertelbüros dabei

  • Ich hab das lange Zeit moderiert, diesen Runden Tisch, lange bevor ich daran dachte, mal in ein Wohnprojekt ins Südviertel ziehen zu können. Das fand ich immer prima, diese Idee, Menschen aus dem Südviertel und Vertreter*innen von Politik und Verwaltung sowie passende Expert*innen an einen Tisch zu bekommen. Da ist ja jedes Mal was Praktisches für das Südviertel herausgekommen.
  • Ich denke, wir vom Südviertelhof haben zu vielen Themen was beizutragen, die auch Runde Tische beschäftigen dürften. Denn da geht es um das Zusammenwohnen im Viertel, die Lebensqualität dort. Zum Beispiel jetzt der Runde Tisch für 2019 dreht sich um das Zusammenwohnen der Generationen im Viertel, wie das konkret aussieht, wo sich die verschiedenen Generationen treffen. Das passt ja genau in unser Profil vom Südviertelhof.

Brigitte S. war auf dem Neujahrsempfang der AWO Hochstraße.

Der Herr Koltermann, wir hatten ja bereits Kontakt, hat dann angerufen und uns zum Neujahrsempfang eingeladen. Da habe ich gleich zugesagt. Wir waren die einzigen Gäste, die nicht zur AWO gehörten, aber es hat dann sehr viele Gespräche gegeben; die meisten Menschen da sind, ist ja klar, älter, so über 70 bestimmt. Die denken nicht mehr daran, in so ein Wohnprojekt zu ziehen. Aber die haben ziemlich viel Interesse, was das so ist, der Südviertelhof. Die hatten da ja nichts von gehört, bisher.

Von Vorstandsseite gibt es großes Interesse, mit uns zusammenzuarbeiten. Ich denke, die Chance sollten wir auch nutzen.

“Wir wollen für die Kita ein Kooperationspartner sein.”

“Ich habe gern viele um den Tisch,
um gemeinsam zu essen!”

“Ich möchte gern Kinder und junge Leute
um mich haben!”

“Wir möchten im Südviertel wohnen und wollen uns
dafür einsetzen, dass das Viertel weiterhin eines der
lebenswertesten in Münster bleibt.”

“Wir möchten die Arbeit des Südviertelbüros
unterstützen.”

“Ich wohne schon seit 30 Jahren im Südviertel und
möchte auch im Alter hier wohnen bleiben!”

“Ich freue mich immer, dass die Nachbarn da sind,
wenn ich von der Schule komme!”